Schichtwechsel untersucht Streetwear als visuelle Schnittstelle zwischen beruflicher Identität, sozialer Rolle und persönlichem Ausdruck. Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung einer Arbeitswelt, in der Kleidung funktionale Codes trägt und gleichzeitig zum Träger individueller Geschichten wird.
Die Kollektion übersetzt Arbeitskleidung in eine hybride Designsprache zwischen Funktion, Alltag und urbaner Kultur. Berufliche Dresscodes werden nicht kopiert, sondern transformiert und erweitert. Kleidung wird dabei als Medium sozialer Positionierung und als erzählerisches Element verstanden.
Materialbearbeitungen, textile Schichtungen und strukturierende Eingriffe greifen gesellschaftliche Mehrfachrollen auf und übertragen diese in eine tragbare Formsprache. Farbverläufe, Gebrauchsspuren und textile Interventionen erzeugen eine Ästhetik des Übergangs und machen Kleidung zum Ausdruck von Wandel, Erfahrung und Zugehörigkeit.
Die Arbeit verbindet konzeptionelles Textildesign mit gesellschaftlicher Beobachtung und entwickelt eine Kollektion, die sowohl kulturelle Narrative als auch kommerzielle Übertragbarkeit adressiert.

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